Eine Heilpflanze wird auf Grund ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken bzw. zur Linderung von Krankheiten verwendet.
Heilpflanzen werden wild wachsend gesammelt oder als Kulturpflanzen angebaut. Die gebräuchlichste und älteste Darreichungsform ist der Heilkräutertee. Die Höhe des Wirkstoffgehaltes einer Pflanze wird durch das Klima, den Standort und den Erntezeitpunkt bestimmt. Die Wirkstoffe der Heilpflanzen sind selten gleichmäßig in der Pflanze verteilt. Man verwendet daher jene pflanzlichen Teile, die aus Erfahrung bzw. Forschung den höchsten Wirkstoffgehalt enthalten.
Für die Bezeichnung der Pflanzenteile gilt die lateinische Nomenklatur.
| Pflanzenteil | Bedeutung
| | Herba | Alle oberirdischen Teile krautiger Pflanzen ohne verholzte Stängel | | Folium | Blätter | | Flos | Einzelblüten oder Blütenstände sowie Blütenknospen | | Radix | Hauptwurzel, Pfahlwurzel, oder auch zum Speicherorgan ausgebildete Wurzel (Rübe) | | Fructus | Ganze Früchte oder Teile von Früchten | | Semen | Ganze Samen mit Samenschale oder einzelne Bestandteile von Samen | | Cortex | Rindenteile einer Pflanze
| | Lignum | Splint- oder Kernholz von Bäumen und Stäuchern |
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